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Pressemeldung

last modified 2007-02-13 09:12


Lukas Podolski verpasste seinen ersten Hattrick bei der Fußballweltemeisterschaft nur knapp: ein Tor fehlte ihm in der ersten Halbzeit des Schweden-Spiels zum Kunststück, drei Tore in Folge in einer Halbzeit zu erzielen.

Der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik an der Universität Rostock ist der Hattrick nun in der letzten Woche gelungen. Die Fakultät ergatterte drei Forschungs-Großprojekte in einer Woche: Ein anwendungsorientierter Landesforschungsschwerpunkt im Bereich mobiler Multimedia-Systeme wurde auf einer Gutachtersitzung erfolgreich verteidigt, zwei grundlagenorientierte Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft in den Bereichen "Multimodale Smarte Appliance Ensembles" sowie "Modellierungs- und Simulationsmethoden für Regenerative Systeme" zwei Tage später in Bonn genehmigt.

"Im Bereich des Landesforschungsschwerpunktes freuen sich insbesondere unsere Industriepartner im Land" meinte der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Andreas Heuer, gleichzeitig Sprecher des Forschungsschwerpunkts. "Forschung schafft Arbeitsplätze" ist das Motto des Landesforschungsschwerpunktes und dies konnte schon nach der ersten Projekthälfte den Gutachtern nachgewiesen werden. "Wir freuen uns, dass parallel zur ersten Phase des Landesforschungsschwerpunkts in Rostock und Wismar Zentren für innovative Arbeitsplätze entstanden sind. Eines wird in Kürze in Putbus auf Rügen am Circus noch entstehen", so Heuer. Im Rostocker Zentrum, dem "Informatik-Center Roggentin" direkt an der A 19, fand auch die überaus gelobte Präsentation des Landesforschungsschwerpunktes statt.

"Wir waren gerade mitten in der Planung für unsere Beteiligung an der Exzellenzinitiative des Bundes, als uns die Nachricht über den Erfolg unserer Anträge erreichte," sagten Frau Prof. Dr. Adelinde Uhrmacher  und Prof. Dr. Thomas Kirste, die beiden Sprecher der erfolgreichen Graduiertenkollegs. "Und es war eine sehr harte Ausscheidung: Von über 100 Anträgen bundesweit wurden 65 von Gutachtern positiv bewertet, aber nur für 34 stand das Geld bereit. Somit konnten sich nur die Besten der Besten durchsetzen, und das haben unsere beiden Anträge aus dem Institut für Informatik geschafft." Graduiertenkollegs sind größere Forschergruppen von etwa 15 Nachwuchsforschern, die in den nächsten neun Jahren in Rostock an spannenden Themen ihre Doktorarbeiten schreiben können. Gemeinsam mit einem schon bestehenden Graduiertenkolleg unter Sprecher Prof. Dr. Andreas Heuer werden nun drei Graduiertenkollegs an der Rostocker Informatik gefördert - das gibt es auch bundesweit nicht jeden Tag.

"In allen drei Projekten sind das über 40 Stellen für junge Forscher im Bereich Informatik in Rostock, das ist auch ein Aufruf an innovative Köpfe, hier im Land zu bleiben - oder ins Land zu kommen", freut sich Frau Prof. Dr. Heidrun Schumann, Direktorin des Instituts für Informatik.

"Mit unseren Studiengängen wurde unsere Fakultät im kürzlichen Universitätsranking schon unter die besten 10 % im deutschsprachigen Raum eingeordnet", ergänzt der Dekan. "Und jetzt findet auch unsere Forschung eine exzellente Anerkennung, die weit über die Region hinausgreift." Damit sollen auch abgewanderte Forscher aus den USA wieder zurückgeholt werden. "Einige unserer Forschungspartner sitzen in den USA, gerade im Bereich der Informatik- Industrie. Und die haben einige unserer sehr guten Absolventen abgeworben. Jetzt können wir mit diesen Großprojekten zurückwerben."

"Mit diesem großen Hattrick bereiten wir uns nun auf das Finale vor", so Heuer abschließend zu den weiteren Plänen der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik. "Wir wollen uns auch an der noch größeren Exzellenzinitiative des Bundes beteiligen" sagte Heuer. Ein Workshop mit Partnern von der Universität Magdeburg hatte auch gerade in der letzten Woche am Drewitzer See stattgefunden. "Und mit dem Rückenwind glauben jetzt nicht nur wir, sondern auch viele Skeptiker an einen großen Erfolg."



Zur Pressemitteilung der DFG (Nr. 32, 2006)


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