e-Learning und kognitive Systeme
E-Learning bedeutet elektronisch unterstütztes Lehren und Lernen im weiteren Sinne. In der Regel wird "e-Learning" als Oberbegriff verstanden, der beispielsweise webbasierte Lernsysteme (WBT), computerbasierte Lernensysteme (CBT), Intelligente Tutoring Systeme (ITS) und auch virtuelle Klassenräume subsumiert. Assoziiert werden mit dem Begriff zudem verschiedene Arten der Übermittlung von Lehrinhalten, z.B. mittels Internet, LAN, WLAN, aber auch Audio, Video, Satellit-TV oder CD-ROM.
Untersucht werden
- "blended Learning"-Szenarien
- intelligente Lehr-/Lernsysteme, die auch unter dem Begriff der Intelligenten Tutoring Systeme (ITS) bekannt sind
- der Einsatz von Modellbildung und Simulation in Lehr-/Lernszenarien
- Game-based Learning oder auch Edutainment
- Inclusive eLearning
Forschungsarbeiten sind zudem im Bereich des Sofware Engineering angesiedelt. Grundlegende Idee ist hierbei, dass auch Lehr-/Lernsysteme nicht ad hoc implementiert werden sollten, sondern Ergebnis eines sorgfältigen Entwicklungsprozesses gemäß Software Engineering-Prinzipien sein sollen.
Kognitive Systeme -- im Zusammenhang mit der Juniorprofessur sind damit lerntheoretische Untersuchungen gemeint, die sich aus kognitionswissenschaftlichen Fragestellungen ergeben. Lehr-/Lernsysteme, insbesondere intelligente Lehr-/Lernsysteme und Simulationssysteme, eigenen sich zur Untersuchung kognitionswissenschaftlicher Fragestellungen. Untersuchungsgegenstand ist "menschliches Lernen" mit verschiedenen Arten von computerbasierten Lehr-/Lernprogrammen auf Basis von wissenschaftlichen Evaluationen. Forschungsinteressen liegen hier im breiten Feld des Lebenslangen Lernen (Life Long Learning) -- also Einsatz computergestützter Lehr-/Lernsysteme und ihre Auswirkungen auf das Lernverhalten bei Kindern und Jugendlichen, bei Studierenden, in der beruflichen Fort- und Weiterbildung, sowie auch beim alten Menschen. Ebenfalls untersucht werden Aspekte aus dem "Genderbereich".
Die möglichen Anwendungsgebiete für Lehr-/Lernsysteme sind nicht beschränkt. Vorarbeiten bestehen im Bereich der medizinischen Aus- und Weiterbildung, in der Ausbildung von Informatikern im Bereich Modellbildung und Simulation (hier nun als Lehrgegenstand) und im Bereich Chemie, Biologie bzw. Systembiologie.

