Modellierung und Simulation
Modellierung und Simulation zählen zu den essentiellen Methoden der Forschung in ingenieur-, naturwissenschaftlichen, medizinischen und auch sozialwissenschaftlichen Gebieten. Verschiedene Anwendungen erfordern den Einsatz unterschiedlichster Methoden. Die Anwendung von Simulation zur Exploration oder zur Vorhersage setzt verschiedene Akzente, die sich in den zu verwendenden Modellierungs- und Simulationsmethoden widerspiegeln.
Die Arbeitsgruppe "Modellierung und Simulation" befaßt sich insbesondere mit methodischen Entwicklungen an der Schnittstelle von Modellierung, Simulation und Künstlicher Intelligenz. Im Vordergrund stehen folgende Forschungsschwerpunkte:
- Diskret-Ereignisorientierte Modellierungsformalismen
- Mehrebenen- und Multiformalismusmodellierung
- Variable Strukturmodelle, d.h. Modelle mit variablen Interaktions-, Kompositions- und Verhaltensmustern
- Parallele, verteilte und sequentielle Simulationsverfahren
- Flexible, vielseitig wiederverwendbare Ansätze zur Modellierung und Simulation
- M&S Softwareentwurf und -entwicklung
- Grundlagen von verlässlichen Ergebnissen von Simulationen und und bei der Bewertung von Simulationstechniken
Die methodischen Arbeiten beziehen sich sowohl auf formale Grundlagen als auch auf die Erstellung von Werkzeugen. Vorangetrieben werden diese methodischen Arbeiten im allgemeinen durch die Herausforderungen, die sich aus konkreten Anwendungen ergeben, z.B.
- das Testen von Informationsverteilungs- und Gewinnungsstrategien in Adhoc Netzwerken, hier wird Simulation im Rahmen des Software-Engineerings als experimentelle Technik eingesetzt,
- die Modellierung und Simulation in der Demographie und
- die Modellierung und Simulation von speziellen Signalwegen, um z.B. mehr über die Differenzierung neuraler Stammzellen zu erfahren.